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GOT / AS(A)T: Enzym im Aminosäure-Stoffwechsel

GOT steht für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, AS(A)T für Aspartat-Aminotransferase. Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Enzym
aktualisiert am 30.03.2017

Der GOT-Wert ist oft bei Erkrankungen der Leber erhöht. Schmerzen durch Lebererkrankungen können schwer zu lokalisieren sein

W&B/Fotolia

Kurz gesagt:

GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase) und AS(A)T (Aspartat-Aminotransferase) sind Bezeichnungen für ein und dasselbe Enzym, welches den Aminosäure-Stoffwechsel katalysiert. Da die GOT in nahezu allen Organen vorkommt, kann eine Erhöhung im Blutserum viele verschiedene Erkrankungen anzeigen.

Was ist die GOT / AS(A)T?

Es handelt sich um ein Enzym, das in zahlreichen Organen vorkommt, zum Beispiel in Herz- und Skelettmuskeln, im Gehirn, in den Nieren, in der Lunge und vor allem in der Leber. Das Enzym beschleunigt den Stoffwechsel der Aminosäuren in den Zellen (Aminosäuren sind Eiweißbausteine). Die GOT gehört neben der Gamma-GT (GGT) und der GPT zu den sogenannten Leberenzymen.

Warum wird die GOT / AST gemessen?

Da die GOT in zahlreichen Organen vorhanden ist, kann eine Abweichung des Messwertes vom Normalen ganz verschiedene Ursachen haben. Ist zum Beispiel das Herz oder die Leber geschädigt, tritt vermehrt GOT ins Blut über. Die GOT-Aktivität im Blutserum erlaubt gewisse Rückschlüsse auf das Ausmaß der Organschädigung.

Mögliche Ursache für erhöhte Werte:

Der GOT-Wert kann zum Beispiel bei Lebererkrankungen wie etwa Hepatitis oder bei einem Herzinfarkt erhöht sein. Bei einem Herzinfarkt beginnt der Anstieg nach vier bis acht Stunden und erreicht ein Maximum nach 16 bis 48 Stunden. Auch andere Gewebeschäden können den Laborwert in die Höhe treiben.

Wie hoch sind die Normalwerte?

Frauen:    bis 35 U/l Blutserum
Männer:    bis 50 U/l Blutserum  

Ein Herzinfarkt wird durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes verursacht. In der Folge steigt der GOT-Wert

W&B/Szczesny

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor stark unterscheiden. Weiterhin gibt es unter Umständen starke tageszeitliche und (saisonale) jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.

Fachlich geprüft von Prof. Dr. med. Peter B. Luppa, Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München



Bildnachweis: W&B/Szczesny, W&B/Fotolia
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