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Kürbis: Rund und gesund

Kürbissuppe ist im Herbst und Winter in aller Munde: Kürbisse sind reich an Nährstoffen. Die vielen verschiedenen Sorten können äußerst vielseitig zubereitet werden
12.09.2014

Der kleine Hokkaido-Kürbis

Fotolia/Klaus Eppele

Inhaltsstoffe: Oranges Fruchtfleisch durch Carotinoide

Kürbisse bestehen zu rund 90 Prozent aus Wasser und haben darum wenige Kalorien. Sie enthalten zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Kalium ist unter anderem für die Erregbarkeit von Nervenzellen wichtig. Eisen brauchen wir vor allem für den Sauerstofftransport im Körper. Der hohe Gehalt an Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann, ist verantwortlich für die orange Färbung des Fruchtfleisches. Vitamin A ist unter anderem wichtig für Augen, Haut und Schleimhäute. Kürbisse sind bekömmlich und vor allem in der Herbstküche beliebt. Kürbiskerne werden auch als Heilpflanzen genutzt.

Herkunft: Ur-Kürbis stammt aus Mittel- und Südamerika

Die Heimat aller 850 bekannten Kürbisarten, zu denen auch die Zucchini, die Melone und die Salatgurke zählen, ist Mittel- oder Südamerika. Die dortigen indigenen Stämme haben ihn bereits vor etwa 8000 Jahren in seiner Urform kultiviert. Seit dem 16. Jahrhundert werden Kürbisse auf der ganzen Welt in warmen Gebieten angebaut.

Botanik: Viele Größen, Formen und Farben

Cucurbita, die Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse, sind meist einjährige, krautige Pflanzen. Ihre Früchte sind drei- bis fünffächrige, sehr große Panzerbeeren mit vielen Samen. Sie wachsen an krautigen, meist rankenden Pflanzen, die bis zu 50 Zentimeter hoch wachsen. Einzelne Exemplare dieser an Formen, Farben und Aromen überreichen Gemüsesorte können ein Gewicht von 500 Kilogramm erreichen. Die wichtigsten Arten sind Riesen-, Garten- und Moschus-Kürbis.

Kürbis-Saison: Im Herbst und Winter

Für den Winterkürbis ist die Haupterntezeit zwischen September und dem späten Winter.

Lagerung: Im Keller mehrere Wochen

Beim Einkauf sollte man nur Kürbisse nehmen, deren Schale und Stiel unversehrt sind. Das Gemüse hält sich bei Zimmertemperatur eine ganze Zeit, im kühlen Keller mehrere Wochen. Angeschnittene Kürbisse sollte man in Folie einwickeln und in den Kühlschrank legen, wo sie bis zu drei Tage problemlos überstehen.

Tipps zur Zubereitung: Fruchtig, nussig, vielseitig

Auch wenn das Aroma je nach Sorte stark variiert, kann man den generellen Kürbisgeschmack als fein fruchtig, nussig und dezent süßlich beschreiben. Zur Vorbereitung viertelt man den Kürbis mit einem scharfen Messer, schabt die Kerne und alles Faserige heraus, entfernt die Schale möglichst dünn mit einem Messer und würfelt schließlich das Fleisch. Tipp: Hokkaido-Kürbisse müssen nicht geschält werden. Beim Kochen braucht man nur wenig Wasser, der Kürbis selbst besteht ja schon zum Großteil aus Wasser.

Kürbisse lassen sich äußerst vielfältig zubereiten. Am bekanntesten ist die Verwendung in Suppen und als Gemüsebeilage. Doch auch für Eintöpfe, Salate und Aufläufe eignen sie sich. Sogar Kuchen, Kompott und Konfitüre lässt sich mit Kürbissen herstellen.

Achtung: Bittere Exemplare sollten sie nicht essen, sondern entsorgen, da der darin enthaltene Bitterstoff zu Erbrechen und Durchfall führen kann. Vorsicht: Es gibt außerdem sogenannte Zierkürbisse, die nicht zum Verzehr gedacht sind.

Die Kürbiskerne bieten sich als Knabberei zwischendurch an, bei der Herstellung von Brot und zum Verfeinern von Speisen. Eine besondere Spezialität ist das vor allem in Österreich beliebte Kürbiskernöl. Es ist durch seine ungesättigten Fettsäuren qualitativ hochwertig und sollte nur kalt verwendet werden, etwa um Salate anzurichten oder Suppen zu verfeinern. Die Kürbisblüte ist ebenfalls essbar – etwa frittiert. Sie gilt als besondere Delikatesse.

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Nährwerttabelle: Kürbis (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
24

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
5

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
3
Kalium (K)
305
Calcium (Ca)
20
Magnesium (Mg)
10
Phosphat (P)
45
Eisen (Fe)
0,8
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
580
Vitamin E (mg)
1,1
Vitamin B1 (mg)
0,05
Vitamin B2 (mg)
0,07
Vitamin B6 (mg)
0,11
Folsäure (µg)
35
Vitamin C (mg)
10

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



Bildnachweis: Fotolia/Klaus Eppele

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